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Hindernisse als Kunstwerk

IBW

Contemperary Art Gallery, Berlin


Bilder des Künstlers
2008 wurden von David Lieske ein Cavaletti und
eine Hindernisstange in Bronze gegossen.




Kunstverein Hamburg (2004)



(Fotos: Fred Dott)
David Lieske
carse arse 2004
Hindernisstangen, Hindernisständer, Plastikkappen, Metallauflagen
4 x 1,6 x 3,5 m
Kunstverein Hamburg 2004



Hindernismaterial wurde von IBW geliefert!
Galerie Daniel Buchholz, Köln (2004)





David Lieske "Carse Arse" 2003
C-Print in Passepartout gerahmt
53 x 60cm
David Lieske "Carse Arse" 2004
Installation View
Rheinschau Köln
David Lieske "Carse Arse (12")
D-Print in rundem passepartout
32,5 x 32,5cm, 2004



Gallery Petzel, New York
Ausstellung GREY FLAGS


Schwarze Cavalettis 170cm lang
zu einer Installation angeordnet


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Rheinschau 25. - 29. Oktober 2004
David Lieske "Case Arse"


Die Installation "Case Arse" besteht aus drei Elementen: aus einem im Reitsport gebräuchlichen Hindernis, das um zusätzliche Elemente ergänzt wurde, sowie aus zwei Fotoarbeiten. Die eine dieser Fotografien zeigt eine mit Post-Its markierte Buchseite, die andere eine gespiegelte Landschaftsaufnahme, die offensichtlich auch dieser Seite entnommen wurde.
Der Titel "Case Arse"entspricht Pier Paolo Pasolinis wortspielerischer Transformation von Casarsa, dem Namen der Stadt im Friaul, in der Pasolini den Großteil seiner Kindheit verbracht hatte. "Case Arse", bedeutet auf Friaulisch soviel wie "verbrannte Stadt" oder "verwüstete Häuser". David Lieske nimmt Pasolinis Wortspiel als Modell für die Modifikation einer gegebenen Form, in diesem Fall ein handelsübliches Pferdehindernis, das durch mehrere dem Orginal entsprechende Elemente so erweitert wird, dass es für den Gebrauch unbenutzbar wird. Eine Barrikade, die sich selbst verbarrikadiert.

"Lieske beginnt seine Transformation der Reithürde mittels einer Vervielfachung ihrer waagerechten Balken. Weder konstruiert er neue Elemente, noch erfindet er sie; vielmehr fügt er mehrere Exemplare eines Elements hinzu, das bereits vorhanden ist, ohne dieses zu verändern. Das Hinzufügen eines Elements bedeutet keine Verunreinigung. Pasolini hingegen fügte seinem "Case Arse" sogar fremde Elemente hinzu, nämlich zwei E's, was allerdings unerheblich ist, da man sofort begreift, dass das Prinzip in einer Transformation des bereits Vorhandenen liegt."
"Transformation bedeutet eine Veränderung der Gestalt von etwas bereits Vorhandenem. Eine bestehende Identität wird manipuliert, um eine in ihr verborgene neue Identität zu entlarven. Indem sie zeigt, wie leicht ein Name – und somit eine Bedeutung – sich verändern lässt, ist die Transformation ein Akt der Destabilisierung. Eine Transformation ist immer auch ein Angriff."
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